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Freitag, 21. August 2009, 16:24

Und wofür brauchen wir das?

Ja, diese Frage wird sicherlich so manchen Schüler (und vielleicht sogar Lehrer) mal beschäftigen: Wofür brauchen wir das eigentlich? Speziell im Fach Mathematik ist es mir aber eben aufgefallen. Deutsch sowie Fremdsprachen wie Englisch und Französisch braucht man, um mit anderen Menschen zu kommunizieren. Natur- und Gesellschaftswissenschaften sind nötig, um ein Allgemeinwissen zu erlangen und die Welt um uns herum besser verstehen zu können. Die körperliche Ertüchtigung namens Sport ist auch nicht verkehrt, denn es gibt viele Schüler, die sich nur in diesem Fach mal bewegen und Gesundheit ist ein Thema, das ruhig auch in einer Institution namens Schule zur Sprache kommen sollte.

Was aber ist mit Mathematik? Sicherlich ist es sinnvoll, die Grundrechenarten und ein wenig Prozentrechnung zu beherrschen, denn das sind Kenntnisse, ohne die man in unserer Gesellschaft nicht überlebensfähig wäre. Was man aber ab einer bestimmten Jahrgangsstufe in diesem Fach lernt, ist nur für die Schule von Wichtigkeit. Danach brauche ich es in der Regel nicht mehr, sofern ich natürlich nicht Mathematik studieren möchte. Und das möchten wohl die meisten nicht. Warum muss ich beispielsweise eine Funktionsuntersuchung durchführen können oder Sinus- und Kosinussatz kennen sowie mit Tangenten umgehen können? Ich habe nichts gegen das Fach, denn so schlecht bin ich auch nicht, aber mir erschließt sich der Sinn nicht wirklich, warum man so etwas lernt. Könnt ihr mir das erklären?

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Samstag, 22. August 2009, 14:31

moin,
selbst wenn man mathe nicht studieren möchte, gibt es einige berufe wofür man mathe benötigt.
ich als zimmerer zum beispiel habe fast jeden tag mit längen-, volumen-, und flächenberechnung zu tun.
außerdem muss ich auch dreiecke berechnen, wofür ich den satz des pythagoras und die winkelfunktionen brauch. ( um sparenlängen zu berechnen )
das heisst, dass ich alles was ich in mahte, mitte bis ende der 9.ten klasse realschule gelernt habe, brauche.

mfg

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Sonntag, 23. August 2009, 17:08

Zugegeben. Es gibt einige Berufe, in denen man Mathematik durchaus gebrauchen kann, aber - wie du ja selbst geschrieben hast - nur bis zu einem gewissen Level und der war bereits in der 9. Klasse erreicht. Wir beschäftigen uns auf dem Gymnasium aber mit einem Bereich der Mathematik, den ich sicherlich nicht brauchen werde, wenn ich später Psychologie studieren werde. Zwar habe ich gehört, dass im ersten Semester Mathematik sehr wichtig ist, aber es handelt sich hierbei dann nicht um die Untersuchung von irgendwelchen Funktionen und was es jetzt für eine Folge hat, wenn ich statt der 3 eine 4 schreibe und umgekehrt. Das brauche ich nur für die Schule und nur dafür. Nicht umsonst heißt es von Seneca im Original "Non vitae, sed scholae discimus" (Nicht für das Leben, sondern für die Schule lernen wir), auch wenn es von so manchem Lateinlehrer gern umgedreht wird.

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Sonntag, 23. August 2009, 18:22

naja... gymnasium ist ja auch ne etwas andere sache als realschule...
und wenn man mathe nicht studieren will oder sonst einen beruf ausüben möchte für den mathe wichtig ist, muss ich dir wohl zustimmen...
aber der stoff bis ende 9.te anfang 10.te klasse brauch man schon häufiger

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Montag, 24. August 2009, 01:56

Man benötigt Mathematik so gut,wie kaum ein Nebenfach. Es ist also nicht umsonst ein Hauptfach von der 1. Klasse an. Wenn man an Intelligenz denkt, ist Mathe sicher ausschlaggebender als jedes andere Fach (ausgenommen Chemie/Physik). Siehe jeden Intelligenztest an. Für Geisteswissenschaften (Deutsch, Englisch und Co) benötigt man keine solche Intelligenz wie man sie in Mathe braucht. Auch alle anderen Fächer sind im Grunde genommen nur Auswendiglernfächer (BWL, GK, Geschichte usw).
Also heißt es automatisch, wer in Mathematik gut ist, kann nicht verkehrt sein. Es gibt bekanntlich Millionen von Leute, die Mathe lernen bis zum Umfallen und trotzdem nur 4er und 5er haben. Das hört sich zwar hart an, aber vor allem im angesprochenen Bereich von Silentinum kommt man ohne gewisses abstraktes Denkvermögen einfach nicht weit. Wer hingegen 10 Stunden für Geschichte lernt, hat mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine 2, wenn er nichts falsches gelernt hat.
Also allein schon wegen der guten Ressonanz, die man mit einer guten Note in Mathe hat, lohnt sich das Fach. Sprachen und Kunst zum Beispiel sprechen komplette andere Gehirnregionen an, meist sind das die der Frauen. Im volksmund heißt es ja, dass Mathematik eher Männersache ist und Frauen immer da sitzen "Hääää" und in Englisch sind die Frauen spitze und können einfach schon fast künstlerisch mit den Satzteilen spielen und konstruieren perfekte Sätze.
Um nun zum Thema zu kommen, für was man Mathematik benötigt:
Wie hier im Thread schon gesagt wurde, benötigt man die leichtere Mathematik schon für einfache Handwerksarbeiten, Elektirker benötigen schon etwas tiefergehende Mathematik Kenntnisse, aber auch die "höhere" Mathematik (was es auf dem Gymi noch bei Weeeeitem nicht ist) in der Oberstufe auf dem Gymnasium ist für spätere Bereiche sehr nützlich ...
Unternehmensberater, Ingenieur, Mediziner, Chemiker, Physiker, Wissenschaftler, Manager, Versicherungen, Banken, Programmier, an der Börse, Auto- und Flugzeugbau, beim Staat, Statistikzentralen, Marktforschungsinstitute, Buchmacher jeglicher Art und viele, viele mehr.
Das waren alles entweder Bezeichnungen oder Bereiche, in denen Mathematiker benötigt werden. Auch wenn es viele nicht glauben werden, so haben Absolventen eines Mathestudiums gleich 3,4 Jobangebote nach Abschluss, während bei BWL zum Beispiel viele auf der Straße stehen. Auch im BWL Studium benötigt man übrigens teilweise Mathematik (schwerer als auf dem Gymi aber noch leichter als aus dem Mathestudium)
Bei Mathematik lernt man ja nicht nur die Mathematik an sich, man versteht danach (egal was) alles schneller als jeder Student einer anderen Studienrichtung. Man bekommt während dem Mathestudium einfach eine andere Denkweise eingefiltert, jeder große Betrieb der große Probleme zu lösen hat, hat einen Mathematiker beiseite. Das Thema ist dann egal, ob Erotikbranche, Bäkereibetrieb oder sonst was. Denn ein Bäcker mag zwar Ahnung vom eigentlichen Themen-"umfeld" haben, aber dem Kernthema, dem Problem an sich kann er sich gar nicht widmen, weil er überhauopt nicht an das Denkvermögen eines Mathematikers ran kommt.
Ein Mathematiker analysiert die Probeleme schneller, besser, zerlegt es in Einzelteile und arbeitet die ab. Verwendet für alles Formeln, die man auf ein beliebiges Thema umsetzen kann. Er hat im privaten Bereich selbst weniger Probleme, weil er damit einfach besser umgehen kann. Ein Mathematiker hat keine Angst oder stöhnt, wenn er 100 Seiten voller Zahlen und Sätzen, Verzweigungen usw vor sich hat. Genau das haben aber die großen Betriebe.
Oder bei Systemoptimierungen, bei Abläufen in Betrieben ... überall kann sich ein Mathematiker einfach besser reinversetzen.

Dann kommt noch der ganze Programmierbereich. Jeder Mathematiker kann programmieren und zwar in JEDER Sprache. Da alle Programmiersprachen mathematisch aufgebaut sind (vor allem dann, wenn es ans Eingemachte geht und jeder Interessierte alles hinschmeisst) lernt das ein mathematiker schneller, bzw. muss er nichts mehr lernen, er braucht nur noch die "Vokabeln" der verschiedenen Sprachen.
In Versicherungen benötigt man Mathematiker, für jede Art von Systemsicherheiten und alles andere. Zum Beispiel ist jede neue Primzahl, die entdeckt wird, einen Haufen Geld wert. An der Börse muss alles doppelt und dreifach gesichert werden, dies macht man mit Primzahlen oder andere Systeme greifen auf modulo zurück ...
Da gibt es noch soooo viele andere Sachen.

Fakt ist, Mathematik verwendet man nicht nur beim Rechnen, es ist so vielseitig, die Welt ist auf Mathematik erklärt und besteht nur aus mathematischen Formeln, alle logische, sich widerkehrende System bauen auf Mathematik auf, die Wissenschaft baut auf Mathematik auf, verschiedene Sprachen bauen auf mathematischen Prinzip auf. Wenn man dann Mathematik beherrscht, beherrscht man auch alles, was darauf aufgebaut ist oder einfach nur logisches, abstraktes, räumliches Denkvermögen benötigt wird.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Blairwitch« (24. August 2009, 02:25)


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Dienstag, 25. August 2009, 01:34

blair... zu deinem beitrag kann ich nur ergänzen,
guckt euch numbers an, dann wisst ihr wozu mathematik fähig ist :) ( mal abgesehen vom alltagsgebrauch ^^ )

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Dienstag, 25. August 2009, 04:18

Mhm, den Film kenne ich gar nicht. Vielleicht schaue ich ihn mir heute Nacht mal an :)

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Dienstag, 25. August 2009, 14:35

ich meine die serie numbers :)

9

Dienstag, 25. August 2009, 18:21

im Studium benötigt man viel Mathe, im Berufsleben dagegen als
Informatiker sehr oft nicht,wenn dann im Bereich technischer
Informatik, Grafische
Datenverarbeitung und KI, aber eben nicht im Bereich
Standardsoftwareentwicklung.





Aber
trotzdem bringt auch Mathe dort was, denman lernt Dinge formall zu
beschreiben, das braucht man auch als Entwickler, auch wenn man
explizit keine mathe braucht.

Den eine Programmiersprache ist letzenendes auch nix anderes als eine formale Sprache, wie mathe.

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Dienstag, 25. August 2009, 19:23

Kommt ja darauf an was du machen willst, natürlich braucht ein Koch keine Unbekannten beweisen aber wenigstens den 3Satz . Man sollte wohl auf jeden einzeln eingehen das ist aber leider nicht möglich.

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Mittwoch, 26. August 2009, 17:30

Eigentlich sprichst du mir und sicherlich vielen anderen aus der Seele. Es gibt wirklich schwachsinnige Dinge die man in Mathematik behandelt und diese sicherlich nicht im Leben benötigt. Dennoch ist Mathe kein Fach worauf man nicht Wert legen sollte.

Mathe - Deutsch - Englisch sind Fächer die im Zeugnis mit jeder Bewerbung ausschlaggebend für ein darauf folgendes Gespräch sein können.
Auch wenn man die Intelligenz des Menschen nicht wirkich nach irgendwelchen Zahlen messen kann (auch nicht IQ) wird es in unserer Gesellschaft dennoch so gemacht.

Was ich damals, nein immernoch hasse ist Integralrechnung. Ich benötige es einfach nicht und halte nichts von irgendwelchen Formeln und jenes.
Alles was ich bis zur 10.Klasse gelernt hatte (in Mathe) kam auch oft im Leben zum Einsatz.

Was in der Oberstufe behandelt wurde eigentlich nicht. Danach ist eigentlich alles eher Mathespezifisch aber dennoch muss man es können.
Manche Themen sind wirklich uninteressant und wenn man dann Lehrer fragt wieso machen wir das überhaupt oder wozu dient es kann dies vieles entscheiden. Denn von der Antwort / dem Wissen des Lehrers hängt es für die Schüler ab ob sie interesse daran zeigen werden oder nicht.

Ich mein würde ein Lehrer einfach sagen - der Lehrplan siehts vor also machen wirs... hätte ich zumindest kein Interesse an diesem Thema
Würde er jedoch ein paar Beispiele nennen wüsste man was man damit anfangen kann auch wenn man es später selbst nicht wirklich brauchen wird.

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Donnerstag, 27. August 2009, 17:40

Es sieht halt so aus das nicht die Schüler den Lehrplan machen. Das ist immer noch Sache der Lehranstalt. Wir können nichts daran ändern und müssen halt damit leben.

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Donnerstag, 3. September 2009, 22:20

Im Grunde genommen ist der Unterrichtsstoff, den man in Mathe durchnimmt nicht unbedingt so wichtig. Natürlich kann man einen Dreisatz immer mal gebrauchen und Prozentrechnung ist auch was feines. Allerdings geht es meiner Meinung nach nicht so sehr um den Unterrichtsstoff selbst, sondern vielmehr um die Denkensweise.

Mathe vermittelt meiner Meinung nach die Fähigkeit analytisch Probleme zu lösen.
Man lernt die Abläufe und wie man ein Problem sinnvoll bearbeitet.

Natürlich ist Mathe auch sehr wichtig, falls man eine Karriere im naturwissenschaftlichen Bereich anstrebt.

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Mittwoch, 9. September 2009, 01:34

Komplexere Dinge, die man nach der 10. Stufe lernt, werden in diesem Niveau im normalen Alltag eher nicht benötigt. Jedoch braucht man den Satz des Pythagoras oder den Dreisatz im normalen Leben immer wieder.

Ich habe mir das "Programmieren" selbst bei gebracht, und kann sagen das Mathematik dort nicht unbedingt von Nöten ist. Hier spielen eher Dinge eine Rolle, die man im Hintergrund durch Mathe lernt. D. h. Ein Problem aufstellen und es geschickt Lösen. Vektoren und komplexe Zahlen werden eher bei der Grafikprogrammierung bzw. 3D Programmierung gefördert.

PS: Mathe ist nicht unbedingt eine Talentsache (genauso wie Rechnen). Wenn man nichts für Mathe tut (z.B. in den Ferien), kommt man schnell aus der Übung und es fällt einem schwerer Aufgaben zu lösen. Wenn man jedoch fit ist, kann man Probleme viel schneller Lösen als sonst.

15

Samstag, 9. Januar 2010, 20:54

Mathematik braucht man öfter als man denkt.
Man glaubt zwar immer man lernt umsonst aber es geht schon los wenn man im Supermarkt die Preise vergleichen will und z.B den Preis pro kg ausrechnet. Oder wenn man irgendwelche Längen addieren will oder einfach nur irgendwas ausrechnen will z.B die Fläche eines runden Tisches (Pi*r²).
Man lernt zwar auch einiges, was man nicht braucht, aber es ist auch viel Nützliches dabei.

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